Symbol-Brunnen
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Baujahr:
1928

Entwurf:
German Bestelmeyer

Umsetzung:
Philip Kittler, Christoph Lenz

Standort:

Darstellung:
Über einem ebenerdigen, sehr niedrigen Wasserbecken in oktogonalem Grundriss erhebt sich ein hohes aus geraden Mauerflächen bestehendes ebenfalls oktogonales Becken.

Nach Süden hin sind drei Wasserspeier in Gestalt von Löwenköpfen installiert. Aus dem Becken wächst ein Zylinder, der sich zwiebelförmig ausbaucht und seinerseits wieder eine Schale ergibt.

In dieser steht ein kleinerer Zylinder, auf welchem eine Scheibe mit fünf delphinartigen Fantasiegebilden ruht, welche als Wasserspeier dienen.

Diese strecken ihre Leiber nach oben und balancieren auf ihren Schwanzflossen eine Kugel. Auf dieser breitet eine Taube ihre Flügel aus.

Geschichte:
In der Gesamtkonzeption schon vom Architekten der Kirche, German Bestelmeyer, geplant, wurde der Brunnen 1928 dort errichtet.

Der Brunnen zeichnet sich durch eine formale Schlichtheit und eine Tendenz zur Geometrisierung aus.

Die Bezeichnung „Symbolbrunnen" ergibt sich aus den Darstellungen der Fische, der Taube und der (Welt-) Kugel als christliche Symbole.

Der Fisch gilt in vielen Kulturen und Religionen als Sinnbild des Wassers, aber auch des Lebens und der Fruchtbarkeit, in der christlichen Lehre außerdem für den Apostel Petrus, Jünger Christi.

Die Taube wird als Künderin des göttlichen Friedens verstanden, den der Geist der Erde zuführt. 

Die Kugel ist Symbol des Universums, der himmlischen Vollkommenheit und der absoluten Allgegenwärtigkeit Gottes.


Quelle:
Elke Masa, Freiplastiken in Nürnberg, S. 435, Verlag Ph.C.W. Schmidt, Neustadt/Aisch

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